Suchen aktualisiert 19.08.2025

Die Wichtigkeit der Kastration bei Katzen

Katzenelend durch unkontrollierte Vermehrung

Sobald die Tage im Frühling länger werden, beginnt die Paarungszeit. Katzen vom Vorjahr sind nun geschlechtsreif und tragen zur raschen Vermehrung bei. Eine Katze kann jährlich zwei Würfe mit 4 - 6 Jungen zur Welt bringen. Werden auch diese nicht kastriert, wächst die Katzenpopulation exponentiell.
Streuende Katzen leiden oft unter Hunger, Parasiten, Krankheiten, Witterungseinflüssen und Gefahren durch den Menschen. Viele verenden qualvoll an diesen Umständen.

Verantwortung der Katzenhalter

In Österreich schreibt das Tierschutzgesetz die Kastration von Freigängern vor. In der Schweiz bemühen sich vor allem Tierschutzvereine, wilde Katzen einzufangen und zu kastrieren. Vielen Katzenbesitzern ist nicht bewusst, dass auch ihre Hauskatzen ungewollt zur Vermehrung beitragen können.

Vorteile für Besitzer und Tiere

Nicht nur weibliche, auch männliche Katzen sollten kastriert werden. Vorteile:

  • weniger Revierkämpfe und Verletzungen
  • verschmusteres Verhalten
  • stärkere Bindung an das Zuhause

Für die Tierarztpraxis ist die Kastration ein Routineeingriff. Bei jungen, gesunden Tieren ist das Narkoserisiko minimal.

Vorbereitung auf die Operation

  • Letzte Fütterung am Vorabend
  • In der Nacht und am Morgen kein Futter, Wasser ist erlaubt
  • Tierarzt prüft vor der Operation den Gesundheitszustand

Ablauf des Eingriffs

Nach einer Narkosespritze schläft die Katze ein. Die Augen werden mit Salbe geschützt, das Operationsgebiet rasiert und desinfiziert.

  • Kater: Hoden liegen aussen und können einfach abgebunden werden. Die Wunde verklebt meist von selbst.
  • Katze: Hinter dem Bauchnabel wird ein kleiner Schnitt gesetzt, Eierstöcke freigelegt, abgebunden und der Bauchraum in zwei Schichten vernäht.

Bereits am nächsten Tag sind die meisten Tiere wieder munter – nur die kahle Stelle verrät die Operation.